Führungsmanagement oder Leadership?

Wann immer ich mit Führungskräften über deren Aufgaben spreche ergibt sich ein recht klares Bild: die aktuelle Situation sorgt für eine Flut von Informationen, die ein einzelner – neben seinem Tagesgeschäft – kaum noch bewältigen kann. Die Hauptaufgabe einer Führungskraft, nämlich die Balance zwischen Mitarbeiter- und Zielorientierter Führung zu wahren, wird zu einer ständig größer werdenden Herausforderung in einer Welt, die geprägt ist von Neoliberalismus, radikaler Marktöffnung und politischer Instabilität,. Und auch, wenn das jetzt nicht wie Musik in Ihren Ohren klingt: das kann kaum jemand auf Dauer alleine bewältigen.

Keine Sorge liebe Unternehmer, ich will Euch jetzt keine zweite Führungskraft verkaufen, wenngleich die vielfältigen Unterschiede zwischen Führung und Leadership, auf die ich gleich näher eingehe, dies als die vermeintlich beste Lösung präferieren.

Zunächst sollten wir an dieser Stelle festhalten, dass eine professionelle Mitarbeiterführung das Fundament für den Erfolg eines jeden Unternehmens darstellt. Ihr wichtigstes Gut, Ihre Mitarbeiter, sollten Sie also auch entsprechend steuern. Dann, und nur dann, wird Ihr Unternehmen nicht auf tönernen Füßen stehen. Das Zauberwort heißt hier: „Mitarbeiter-Marketing“. Auch dazu später mehr.

Was ist denn nun der Unterschied zwischen Führungsmanagement und Leadership?

In den Bereich des Führungsmanagements fallen vor allen Dingen (Unternehmens)Zielorientierte Aufgaben:

  • Analyse
  • Budgetierung
  • Controlling
  • Logistik
  • Planung
  • Qualitätssicherung
  • Verwaltung
  • Risikomanagement

Das ist für die meisten von Ihnen sicher keine neue Erkenntnis, zielen doch sämtliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Führungskräfte auf genau diese Bereiche hin.

Welche Eigenschaften definieren nun also den Bereich „Leadership“? Während das Führungsmanagement eher am Unternehmen ausgerichtet ist, sind die Anforderungen des Leadership ausschließlich am Menschen (Mitarbeiter) orientiert:

  • Enthusiasmus
  • Inklusion
  • Wissensteilung
  • Kreativität
  • Kommunikation
  • Intrinsische Motivation
  • Vision
  • Perspektive
  • Werte vermitteln und vorleben

Jetzt haben wir schonmal den grundlegenden Unterschied zwischen beiden „Methoden“ dargestellt und müssen nur noch beides miteinander verknüpfen…..

Alles klar? Dann können Sie jetzt loslegen und alles umstrukturieren, was Sie schon immer angehen wollten. Scherz beiseite, denn die wenigsten Unternehmen verfügen über Mitarbeiter in leitender Position, die beides in einer Person vereinigen. Glücklich diejenigen, die es sich erlauben können, solche Positionen mit zwei Menschen zu besetzen, von denen jeder die entsprechenden Fähigkeiten mitbringt. Das Risiko, dass es in der Konstellation zu Entscheidungsschnittmegen kommt und somit ein Konfliktpotenzial birgt, ist nicht gering.

Was also tun?

Kommen wir zum oben angesprochenen Punkt des „Mitarbeiter-Marketings“. Ebenso häufig, wie mir seitens der Führungskräfte über die Informationsflut berichtet wird stoße ich auf einen schon fast inflationär gewordenen Begriff: „Fachkräftemangel“. Ein Land, das immer geprägt war von Dichtern und Denkern, von Erfindern und Entwicklern, jammert jeden Tag über ausbleibende Fachkräfte. Und die Argumentation ist immer dieselbe: „Der Nachwuchs hat nicht die erforderliche Bildung. Die jungen Leute wollen nicht mehr so arbeiten, wie wir es hier gewohnt sind. Die haben alle hohe Ansprüche – nur nicht an sich selber.“ Und so weiter und so fort.

Bis heute habe ich nicht eine einzige Führungskraft sagen hören: „Vielleicht sollten wir uns mal hinterfragen, ob wir selber noch zeitgemäß denken und handeln.“ Und innerhalb 5 – 10 Minuten eines Gespräches erlebe ich dann genügend Beispiele, in denen viel Spielraum für eine Selbstreflexion in der Steuerung der Mitarbeiter besteht. Ja, was glaubt Ihr denn? Dass Eure Mitarbeiter dafür sorgen sollen, richtig gesteuert zu werden? Dann wären sie die Führungskräfte….

In Zeiten, in denen der Kollaps auch nicht mehr vor den größten und vermeintlich stabilsten Unternehmen Halt macht, ist ein radikales Umdenken notwendig geworden. Die Mitarbeiter, die heute als Fachkraft eingesetzt werden können, wissen um ihren Wert. Und sie wissen ebenso genau, dass ihnen genügend Türen offen stehen. Sie können sich mehr oder weniger ihren Arbeitsplatz aussuchen. Dass die Politik diese Menschen immer häufiger aus Deutschland vertreibt – sie können es sich nicht nur leisten, sondern finden auch überall auf der Welt einen Job – macht es den Unternehmen weiß Gott nicht leichter. Was also tun?

Nun, die Antwort ist recht einfach. Wenn weder unser Bildungssystem noch die Politik dafür sorgen, dass genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, sind Sie als Unternehmer oder FK wohl gezwungen, eigene Mitarbeiter für die entsprechenden Aufgaben fit zu machen. Leichter gesagt als getan? Stimme ich Ihnen bedingt zu. Und führe zusätzlich aus: es gibt Hilfe.

Fragen Sie sich doch mal selber, ob Ihnen die (herausragenden) Stärken aller Ihrer Mitarbeiter wirklich bewusst sind. Wie gut kennen Sie Ihre Mitarbeiter? Ich meine, nicht nur, wie gut sie ihre Arbeit erledigen, sondern, wie gut Sie sie wirklich kennen. Also auch auf der persönlichen, menschlichen, der Interessens- und Fähigkeitenebene.

Wissen Sie, welcher Ihrer Mitarbeiter abends noch das Fußballtraining der Mannschaft leitet, in der auch sein Sohn spielt? Wissen Sie, welche Ihrer Mitarbeiterinnen neben ihrem anstrengenden Job noch die schwerkranke Schwiegermutter pflegt? Wissen, welche Tochter von welchen Mitarbeitern gerade mitten in den Abi-Klausuren steckt und haben bei all denen schon mal nachgefragt? Gezielt nachgefragt? Bei über 90% der geneigten Leser lautet die Antwort: „Nein“.

Sehr viele Studien belegen, dass 80% der Führungskräfte davon überzeugt sind, von ihren Mitarbeitern als „guter Chef/Vorgesetzter“ wahrgenommen zu werden. Wie kommt es dann, dass im Durchschnitt 25% der Mitarbeiter schon ihre innere Kündigung vollzogen haben und weitere 50% lediglich „Dienst nach Vorschrift“ schieben? Ich nenne Ihnen den Hauptgrund dafür: mangelnde Wertschätzung. Und genau das führt auch zum umgekehrten Verhältnis bei der Bewertung der Führungskräfte, wenn eine solche Umfrage bei den Mitarbeitern erhoben wird.

Mitarbeiter-Marketing ist heute ein unverzichtbares Instrument für die Solidität eines Unternehmens und – Sie ahnen es – Teil des Leaderships. Sie wollen loyale, zuverlässige und begeisterte Mitarbeiter? Sie möchten Mitarbeiter, die nicht beim nächstbesten Angebot den Arbeitgeber wechseln? Sie träumen von Mitarbeitern, die jeden Tag motiviert zur Arbeit kommen, weil sie sich dort wohl fühlen und ihre Leistungsfreude voll ausleben können? Die das Gefühl haben, zu einer großen Familie zu gehören? Dann machen Sie sie zu solchen Mitarbeitern!

Wie Sie die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter so befriedigen, indem Sie sie nicht nur berücksichtigen, sondern in den gesamten Leadership-Prozess einbeziehen, ohne Ihre administrativen Ziele zu gefährden, sondern ganz im Gegenteil diese noch befeuern können, erfahren Sie in meinen Entscheider-Workshops.

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